Porträt

Valérie Durand

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Spitzenklöpplerin und Leiterin des Atelier national du point d'Alençon

Valérie stammt aus dem Departement Eure-et-Loir und zog Anfang der 90er Jahre nach Alençon, nachdem ihr Vater seinen Arbeitsplatz gewechselt hatte. Schon in jungen Jahren hatte sie eine Vorliebe für die Kunst des Häkelns, die sie neben ihrem Sekretariatsstudium regelmäßig ausübte. Obwohl sie in der alten Herzogstadt wohnt, hat Valérie noch nie etwas von der Spitze aus Alençon gehört, bis sie eines Tages eine Fernsehreportage über die Schwierigkeiten des Atelier National du Point d’Alençon, neue Klöpplerinnen zu finden, entdeckt. Das war der Auslöser! Sie beeilte sich, das Museum der Schönen Künste und der Spitze zu besuchen und entdeckte die Technik und die Schönheit dieser Kunst, in die sie sich auf den ersten Blick verliebte. Im Jahr 2003 absolvierte Valérie ein erstes 15-tägiges Praktikum im Atelier, um sich zu vergewissern, dass sie die richtige Berufswahl traf. Ein Jahr lang lernt sie die Grundlagen des Berufs und bereitet sich auf den Titel „Maître ouvrier“ vor. Sie muss bis 2006 warten, um die Prüfung zu bestehen, die es ihr ermöglicht, vollzeitlich in das Atelier einzutreten.

Von ihrer Vorgesetzten stark motiviert, meldet sie sich für den Wettbewerb „Meilleur Ouvrier de France“ an, auf den sie sich ein ganzes Jahr lang außerhalb ihrer Arbeitszeit vorbereitet. Sie fertigt ein wunderschönes Spitzenarmband an und wird 2019 offiziell zu einem der besten Arbeiter Frankreichs! (Ihr Werk ist heute im Museum ausgestellt). Sie empfindet daraufhin ein immenses Gefühl des Stolzes, es ist die Belohnung für jahrelange harte Arbeit und eine maßlose Leidenschaft für diese zarte Kunst. Das Jahr 2019 ist jedoch von einem anderen wesentlichen Ereignis in Valeries Karriere geprägt: Nachdem die Leiterin des Ateliers in den Ruhestand gegangen ist, wird sie zu ihrer Nachfolgerin ernannt.

Sie gibt zu, dass sie ihres Berufs nicht überdrüssig wird und im Laufe der Zeit immer noch denselben Enthusiasmus verspürt. Dies gilt umso mehr, als Valérie und die Klöpplerinnen des Ateliers es verstanden haben, die Technik der Point d’Alençon-Spitze weiterzuentwickeln und zu modernisieren, um den künstlerischen Strömungen unserer Zeit gerecht zu werden.